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Mittwoch, 26. Februar 2014

Thilo Sarrazins Buch: "Der neue Tugendterror"

Wo sind wir eigentlich gelandet? Frauen sind doch eigentlich den Männern gleichgestellt? Ja, sind sie, aber warum behauptet Thilo Sarrazin in seinem neuen Buch trotzdem, dass Männer deutlich intelligenter seien als Frauen? Was bringt ihn dazu soetwas zu sagen, wo wir doch eigentlich im modernem Zeitalter leben in dem man(n) nicht mehr die Frau klein darstellt und in dem Frauen genauso viele Chancen haben wie Männer.
Warum sagt dieser Neandertaler von Sarrazin, dass Männer dennoch intelligenter seien als Frauen? Er unstützt diese These mit dem Argument, dass es einfach mehr Wissenschaftler als Wissenschaftlerinnen gibt und dass es mehr Männer mit einem IQ über 130 Punkte gibt, als Frauen mit so einem hohen IQ. Natürlich ist dies ein großer Aufreger in der heutigen Gesellschaft, doch ich würde sagen, dass jeder dahergelaufene Mann sagen kann, sie seien intelligenter als ihre weiblichen Artgenossen, doch wissen wir selber - sowohl Mann als auch Frau -, dass man diese Behauptung nicht unterstützen kann. Die Evolution hat Männern bestimmte Fähigkeiten gegeben, die nur wenige Frauen beherrschen, aber Frauen besitzten auch Fähigkeiten, die nur wenige Männer besitzen. Zwischen Mann und Frau gibt es natürlich Differenzen, aber das bedeutet nicht, dass Männer intelligenter sind.
Nun will ich mich nicht weiter über den Primaten aufregen, sondern beweise, dass weder Männer noch Frauen intelligenter als das jeweilige andere Geschlecht sind.
Frauen zum Beispiel haben einen ausgedehnten Farbsinn und können eine Farbpalette an Farben von einander unterscheiden und sie verschiedend benennen, während es für Männer nur die Standartfarben gibt. Aber nicht alle Männer haben dieses eingeschränkte Farbspektrum und auch bei Frauen kann dies eingeschränkt sein.
Männer hingegen haben oftmals auch ein handwerkliches Geschick, was Frauen nicht unbedingt besitzten. Einige jedoch besitzten dies.
Ich könnte diese Liste ewig weiterführen, aber diese beiden Beispiele sollten erst einmal reichen.
Dass Thilo Sarrazin diese eingeschränkte Sichtweise hat, kann natürlich auch daher kommen, dass er es in der Schule oder Zuhause gar nicht anders beigebracht bekommen hat. Außerdem fängt die Trennung von den Geschlechtern doch schon in der Schule an. Die Jungs sind gut in Mathe, Physik, Chemie, Sport und die Mädchen sind gut in Englisch, Deutsch, Kunst oder Musik, aber so ist es nicht. Auch Mädchen können mathematisch, sportlich, physikalisch oder auch chemisch begabt sein und ein Junge kann auch eine künstlerische oder sprachliche Ader besitzten.

Samstag, 28. Dezember 2013

Kleines Update

Extra für meine Geschichten habe ich nun einen zweiten Blog angelegt. Ich habe vor in der Zukunft mehr zu schreiben und werde dies unterscheiden in Geschichten und Sonstiges, das ich schreibe und veröffentliche.
www.binchens-stories.blogspot.de
Viel Spaß!
Sabine

Montag, 23. Dezember 2013

Frohe Weihnachten

Es ist wieder so weit. Weihnachten steht vor der Tür und die Kaufhäuser freuen sich. Denn zu keinem anderem Monat im Jahr, wird so viel Umsatz gemacht, wie im Dezember. Weihnachten soll das Fest der Liebe und der Besinnlichkeit sein, aber ist es wirklich nur das. Ist es nicht schon viel mehr ein Konsumfest in dem es hauptsächlich darum geht, wer die größten, besten, tollsten und teuersten Geschenke bekommt?
Als kleiner Denkanstoß verweise ich hier auch nochmal auf einen schon früher veröffentlichen Artikel von mir: http://binchens-world.blogspot.de/2013_06_01_archive.html
Denkt während der Weihnachtstage noch einmal drüber nach und besinnt euch auf die wichtigen Dinge im Leben: Liebe, Vergebung und Familie wie auch Freunde.
In dem Sinne, wünsche ich euch frohe Weihnachten und ein paar Tage der Ruhe, der Liebe und Besinnlichkeit!

Samstag, 30. November 2013

Globalisierung

Deutschlands Wirtschaft geht es gut – sehr gut sogar, viel besser als vor zwanzig Jahren. Doch warum steigt die Arbeitslosenrate trotzdem und weshalb wird es für Deutschlands Jugendlichen immer schwerer einen Job zu bekommen? Jeder, der seinen Job verliert oder überhaupt keinen bekommt, schiebt die Schuld auf die Globalisierung.
Aber warum verliert der Bandarbeiter von nebenan seinen Job? Die Globalisierung sorgt dafür, dass Unternehmen nicht mehr in Deutschland produzieren, sondern in Entwicklungsländern, wo jeder froh ist einen Job zu haben, wo er für höchstens fünf Euro pro Tag arbeitet unter schlechten, schon fast Menschen verachtenden Arbeitsbedingungen. Die Ausbeutung der Menschen ist der Erfolg der deutschen Wirtschaft! Natürlich ist die Globalisierung nicht schuld daran. Auch ohne diese würden Menschen ihren Job verlieren. Der Strukturwandel ist der Grund für den Verlust von Jobs. Aber er schafft auch neue Jobs.
Wieso fällt es Jugendlichen und auch Arbeitslosen schwer in Deutschland einen Job zu finden? Die Begründung liegt nicht in der Globalisierung, sondern in der nicht vorhandenen Qualifikation der Arbeitssuchenden. Die Qualifikation wird in der Art des Abschlusses und der darauf stehenden Noten bemessen. Finde erst einmal einen Job mit dem Hauptschulabschluss und einer fünf oder vier in Mathe, Deutsch oder Englisch. Wir sind nicht mehr im Jahr 1960. Man kommt durch Freunde nicht mehr ins Berufsleben. Man kommt durch seine Eltern nicht mehr ins Berufsleben. Man kommt durch Kontakte nicht mehr an einen Beruf! – Und wenn dies doch der Fall sein sollte, dann ist das auch nur sehr selten der Fall.

Man muss sich gegenüber der Konkurrenz durchsetzten und besser sein. Es ist auch nicht so, dass Abiturienten mit ihrem grade noch so bestandenen Abitur jeden Beruf ausüben können. Doch die Jugendlichen, die grade von der Schule kommen, wissen dies nicht. Der Schock kommt mit den abgelehnten Bewerbungen. Daraufhin kommt das Erwachen. Man hätte sich mal öfters hinsetzten sollen, man hätte sich in der Schule mehr anstrengen sollen, und so weiter. Hätte, hätte, wenn doch, etc. Meistens ist es dann aber doch schon zu spät.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Sinn, sinnlos, wahnsinnig

Das Leben ist kurz – manchmal sogar zu kurz.
Es ist ein schöner Dienstagmorgen, als du zur Arbeit gehst. Du bist grade erst Vater geworden und bist sehr stolz darauf. Du lebst in Amerika und bist 26 Jahre alt. Du betrittst einen Wolkenkratzer und fährst mit einen der Shuttel-Express' nach oben in den 94. Stock. Du betrittst dein Büro und ziehst dein Jackett aus, welches du dann über deinen Stuhl hängst. Seit etwa einem Jahr arbeitest du hier oben. Es ist 8 Uhr morgens. Du bist pünktlich zur Arbeit gekommen und setzt dich vor deinen Computer, welchen du hochfährst.
Es ist 8:45 und normalerweise wärst du schon längst nach unten gefahren, um dir einen Kaffee zu holen, aber momentan interessierst du dich mehr für deine Arbeit. Du hast deinen Bericht fertig geschrieben und tippst das Datum unter den Bericht: 11. September 2001.
Was du jetzt noch nicht ahnst: In einer Minute wird dein Leben eine tragisches Ende nehmen. Dein Kind wird sich nicht an dich erinnern und deine Frau wird versuchen dich zu vergessen, was allerdings nicht funktionieren wird. Folglich wird sie voller Trauer damit umgehen müssen. Durch ihr Kind wird sie besser damit umgehen können.
Du verlässt dein Büro, weil du dir deinen Kaffee holen möchtest. Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass du bald sterben wirst? Würdest du deine Frau anrufen oder würdest du einen Brief für dein Kind schreiben? Was wäre dein letzter Gedanke? Du würdest sicherlich keinen Gedanken an Kaffee verschwenden – so wie du es jetzt tust. Deine letzten Sekunden laufen, als du zum Shuttel-Express gegangen bist und einen Knopf gedrückt hast. Kurz denkst du an deine Familie und lächelst. Du bemerkst, dass der Shuttel-Express immer noch nicht da ist. Ungeduldig drückst ein paar Mal hintereinander den Knopf.
Plötzlich spürst du eine Erschütterung und fällst zu Boden. Du vermutest ein Erdbeben oder ähnliches. Ehe du aufstehen kannst, siehst du, wie etwas auf dich zu kommt. Es kam durch einer der Fronten des Gebäudes. Es schien in das Gebäude geflogen zu sein. Ein Flugzeug?! Bevor es zum Stehen kam, explodierte es und riss dich mit vielen anderen Menschen in den Tod.
Was nun mit dir passiert, weiß ich nicht. Schließlich weiß niemand, was nach dem Tod geschieht. Vielleicht wurdest du wiedergeboren. Vielleicht wandert deine Seele irgendwo herum oder du bist im Paradies angelangt – so wie es uns von der Bibel erzählt wird. Ein Punkt steht jedenfalls fest: Du bist zu früh gestorben – dein Leben war zu kurz.
Was für einen Sinn hatte dein Leben? Konnte es überhaupt einen Sinn haben, wenn du nur 26 Jahre alt geworden bist? Was für einen Sinn hat es, wenn einer Familie der Vater genommen wird.

Kann mein Leben überhaupt schon einen Sinn haben? Schließlich bin ich erst 17 Jahre alt, gehe zur Schule, lebe noch bei meinen Eltern und habe noch nichts erreicht – bis auf einen erweiterten Realschulabschluss. Wenn ich jetzt sterben würde, würde sich schon bald niemand mehr an mich erinnern. Denn die, die sich noch an mich erinnern würden, sterben früher oder später auch. Ich bin nicht Goethe oder Schiller, die etwas geschaffen haben, an das sich die Menschheit erinnert. Ich gehe wie ich gekommen bin – alleine.
An einige Berühmtheiten wird man sich erinnern, wenn sie gestorben sind und an andere nicht. Einige bleiben im Gespräch auch über den Tod hinaus. Man muss etwas wichtiges geschaffen oder getan haben. Allerdings erinnert man sich auch an das Böse. Man wird sich über Jahrhunderte hinweg an Napoleon, Adolf Hitler oder Osama bin Laden erinnern.
Oft denke ich daran – vor allen Dingen beim Schreiben von Geschichten –, dass man sich nicht an mich erinnern wird, wenn ich erst einmal gestorben bin. Eigentlich könnte es mir egal sein – so wie vielen anderen auch –, aber das ist einer der Faktoren, warum ich keinen Sinn meines Daseins finde. Ich habe nämlich nichts geschaffen – weder guter, noch böser Art.
Gandhi hatte einst gesagt: „Was auch immer du im Leben tust, wird unbedeutend bleiben, aber es ist wichtig, dass du es tust, da es niemand sonst tun wird.“
Wilhelm Schmid hat mal gesagt, dass der Sinn des Lebens aus einem roten Faden besteht. Das Leben ist geleitet von einem roten Faden – wie in einer Geschichte. Wenn man versucht Zusammenhänge zwischen allen roten Fäden zu finden und Theorien aller Art aufstellt, ist man wahnsinnig.
Folglich müsste ich auch wahnsinnig sein, weil ich krampfhaft versuche, herauszufinden, warum ich lebe, warum es die Menschheit gibt und was für einen Sinn das Ganze hat. Wie ist das Leben? Man kommt, geht seinen Weg des Lebens und irgendwann stirbt man.
Aber man sagt auch, man sei wahnsinnig, wenn man immer wieder einen selben Versuch macht, aber ein anderes Ergebnis erwartet. Dann wäre ich nicht wahnsinnig.
Letzten endlich denke ich jedoch, dass das Leben ein Geschenk ist und man selber dafür verantwortlich ist, was daraus wird. Trotzdem finde ich den Sinn in meinem Leben nicht, weil ich nicht weiß wofür ich lebe. Möglicherweise werde ich den Sinn meines Lebens in ein paar Jahren finden, wenn ich älter bin und es einen Sinn zum Leben gibt.

Oder ist doch alles nur sinnlos und wir leben nur wegen einer Laune der Natur. Haben wir uns nur weiterentwickelt, weil es einfach Zufall war? Ist alles nur Zufall? Oder steckt Gott oder eine andere höhere Macht hinter allem?

Dienstag, 22. Oktober 2013

Politik? - Nein, danke!

Pleite

Wer kennt das nicht? Der Monat neigt sich dem Ende und man ist Pleite. Oder der Monat hat grade erst angefangen und schon hat man kein Geld mehr. Vor allen Dingen bei Jugendlichen kommt dies öfter vor, da sie mit ihrem Geld noch nicht richtig haushalten können. Doch was ist, wenn Erwachsene schon am Monatsanfang kein Geld mehr haben? Sich einen zweiten Job suchen oder Pfandflaschen sammeln gehen? Noch mal seine Freunde nach Geld fragen? Eine Lösung ließe sich sicher finden, aber was ist, wenn gleich ein kompletter Staat Pleite geht? Soll man dann die Steuern erhöhen? Etliche Staatsbeamte in den unbezahlten Zwangsurlaub schicken? Ja, so hat es Amerika schließlich auch gemacht.
Amerika ist Pleite gegangen, das ging in den letzten Tagen durch die Medien. Lange mussten die Demokraten mit den Republikanern verhandeln, um eine neue Schuldenobergrenze zu finden. Zuerst sah es nicht so aus, dass sie sich schnell einigen würden, doch als sie kurz vor der Zahlungsunfähigkeit standen, konnten sie sich auf eine neue Schuldenobergrenze einigen.
Schon am Mai wurde die gesetzlich festgelegte Grenze von 16,7 Billionen Dollar erreicht. Der Kreditrahmen konnte noch um 300 Milliarden Dollar gestreckt werden.

Freitag, 20. September 2013

Falsch zitiert oder doch abgeschrieben?

Ich habe noch ein Dokument zum Thema abschreiben gefunden, das ich mal geschrieben habe.

Wie schon oben erwähnt, gibt es Menschen, die es zu ihrem Hobby oder auch Beruf gemacht haben, Doktorarbeit von Politikern zu durchschauen und zu überprüfen, ob sie alles richtig gemacht haben. In den letzten Jahren standen vor allen Dingen zwei Politiker im Visier.
Erstere Politiker nennt sich Guttenberg. Karl-Theodor zu Guttenberg. Seit dem Plagiatsvorwurf, heißt es, wenn jemand abgeschrieben hat: „Du Guttenberg.“ oder „Du brauchst nicht einen auf von und zu Guttenberg machen.“ Ja, sein Name wird durch den Dreck gezogen. Möglicherweise hat Guttenberg auch was mit dem Gutenberg-Druck falsch verstanden. Man weiß es nicht.
Wahrscheinlich genoss Guttenberg grade einen netten Tag im Februar des Jahres 2011, als er beim morgendlichen Frühstück seine Bild-Zeitung aufschlug und folgende Überschrift lesen konnte: Guttenberg hat in seiner Doktorarbeit abgeschrieben!
Wie jeder andere es auch tun würde, reagierte er sicherlich geschockt. Der Bundesminister reagierte vorerst darauf mit folgender Reaktion: „Nein, ich habe ganz bestimmt nicht abgeschrieben!“
Nach weiteren Ermittlung wurde ihm sein Doktortitel aberkannt. Im März trat er schließlich zurück, was sicherlich mit der Berichtserstattung über ihm zusammenhängt. Aus diesem Grund ist auch der oben genannte Wulff zurückgetreten.
Unser zweiter Fall nennt sich Annette Schavan, ist Bundesministerin für Bildung und Forschung... Oh, entschuldigen Sie, Annette Schavan war Bundesministerin für Bildung und Forschung. Dank eines Internets-Blogs wurde herausgefunden, dass die werte Frau Schavan auf 95 Seiten von 325 Seiten ihrer Dissertation keine Quellenangaben gemacht hatte. Einfach so. Ohne sich dabei was zu denken. Wie kann sie nur? Unmöglich.
Ihre Reaktion aber fiel anders aus als Guttenbergs: „Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet.“ Jawoll, das hat sie... oder auch nicht. Ein Plagiatsjäger wurde auf sie angesetzt und beschäftigte sich mit der Dissertation. Schließlich kam dieser zu folgenden Ergebnis (ich zitiere): „Eine leitende Täuschungsabsicht ist nicht nur angesichts der allgemeinen Muster des Gesamtbildes, sondern auch aufgrund der spezifischen Merkmale einer signifikanten Mehrzahl von Befundstellen zu konstatieren.“
Schavan widersprach dieser Anschuldigung, denn ihr sei noch keine Möglichkeit geboten worden, dass gesamte Gutachten in Augenschein zu nehmen. Man sollte schließlich bevor man einem etwas vorwirft, ihm Zeit geben das Gutachten anzuschauen und zu studieren. Schnell bezog sie ihren Doktorvater mit ein und dieser sagte aus, dass die Arbeit zur damaligen Zeit (1980) vollkommen in Ordnung war und dass man keine Arbeit aus dem Jahre mit heutigen Maßstäben vergleichen oder bewerten könne.
Am 22. Januar 2013 allerdings, befasste sich der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät mit dem Beschluss mit 14 Ja-Stimmen, das Hauptverfahren der Aberkennung des Doktortitels einzuleiten.
In einem weiteren Interview sagte Schavan, dass sie „Flüchtigkeitsfehler“ gemacht habe. Was versteht diese Frau denn bitte unter Flüchtigkeitsfehler? Also wenn ich Flüchtigkeitsfehler mache sind das keine 95 falsch zitierte Seiten. Na ja, jeder wie er will. Außerdem habe sie keine technischen Mittel gehabt, die Doktorarbeit zu überprüfen. Welches Zitat mir Schavans Seite auch gefällt: „Ich kann für mich nicht in Anspruch nehmen, keine Flüchtigkeitsfehler gemacht zu haben. Aber ich kann in Anspruch nehmen, nicht plagiiert oder gar getäuscht zu haben.“
Auf all das reagierte der Fakultätsrat mit 13 Ja-Stimmen mit Folgendem: „Die Häufung und Konstruktion dieser wörtlichen Übernahmen, auch die Nichterwähnung von Literaturtiteln in Fußnoten oder sogar im Literaturverzeichnis ergeben der Überzeugung des Fakultätsrats nach das Gesamtbild, dass die damalige Doktorandin systematisch und vorsätzlich über die gesamte Dissertation verteilt gedankliche Leistungen vorgab, die sie in Wirklichkeit nicht selbst erbracht hatte. Die Entgegnungen von Frau Schavan konnten dieses Bild nicht entkräften.“
Folglich wurde ihr der Doktortitel genommen. Schavan wollte dies nicht so einfach hinnehmen, wie ihr werter Vorgänger Guttenberg, sondern kündigte noch am selben Tag an, dass sie eine Anfechtungsklage beim Verwaltungsgericht Düsseldorf erhebe. Ihre Anwälte argumentierten damit, dass die Entscheidung des Fakultätsrats in einem fehlerhaften Verfahren zustande gekommen sei. Halt mal. Fehlerhaftes Verfahren? Ich persönlich finde ja, dass es nicht sehr fehlerhaft war, da der Fakultätsrat nach einem Plagiatsbeweis die Ermittlung der Arbeit aufgenommen habe. Es wurde festgestellt, dass auf 95 (!) Seiten falsche Quellenangaben erfolgt war. Was ist daran bitte fehlerhaft?
Am 9. Februar kam jedoch eine seltsame Reaktion seitens Schavan: Sie trat zurück. Schweren Herzens musste Angela Merkel, die derzeitige Bundeskanzlerin den Rücktritt aufnehmen. Dazu sei gesagt, dass Angela und Annette gute Freundinnen geworden sind. Ob es wirklich ein Verlust von Merkel war darüber lässt sich streiten.

Im Gegensatz zu Wulff, haben Guttenberg und Schavan aber wirklich Pech gehabt und nichts bekommen.